Projekt 86005/AA/12: Schule und Tagesstätte, San Pablo Pulingui
Das kleine Dorf San Pablo Pulingui liegt 3.700 m hoch an den Hängen des Vulkans Chimborazo. 315 Menschen leben hier. Sie sind Indígenas, ihre Muttersprache ist Quechua; Spanisch verstehen sie kaum. Die Familien leben mit bis zu acht Personen in Lehmhütten, die aus einem einzigen Zimmer bestehen.
Rund um den Ort gibt es etwas Ackerland. Was von den Feldern geerntet wird, reicht oft nicht aus, um alle satt zu machen. Deshalb verlassen die meisten Männer und Jugendlichen immer wieder monatelang das Dorf, um in den größeren Städten z. B. als Bauarbeiter etwas Geld zu verdienen.
Der Kindernothilfe-Partner KNH-Ecuador hat im Dorf eine kleine Schule eingerichtet, in der 90 Kinder auf Quechua und Spanisch unterrichtet werden. In anderen Schulen in Ecuador sprechen die Lehrer meist nur Spanisch – viele Quechua-Kinder kommen deshalb im Unterricht oft nicht mit, weil sie die Sprache nicht verstehen.