Daraufhin strömten immer mehr Straßenkinder zu Pater Renato. Die Kirchengemeinde kaufte mehrere Häuser, die Tag und Nacht für alle Kinder offen stehen, die kein Zuhause mehr haben. Sie bekommen warmes Essen, ein Bett, einen Platz zum Duschen und Medikamente, wenn sie krank sind. Sie können zur Schule gehen und werden bei den Hausaufgaben betreut. Sie spielen Fußball, singen und tanzen hier.
Damit die Kinder auch weiterhin Geld verdienen können, haben die Leute aus der Gemeinde Werkstätten eingerichtet. Hier können sie z. B. lernen, wie man Autos repariert, Möbel schreinert oder Eis am Stiel macht. Die fertigen Sachen verkaufen sie. Einen Teil des Geldes können sie für sich behalten. Mit dem Rest wird neues Material gekauft.
Die meisten Gemeindeglieder sind sehr arm und können nicht alle Kosten für die Straßenkinder übernehmen. Deswegen ist es ganz wichtig, dass die Kindernothilfe diese Arbeit unterstützt. Vor einigen Jahren überzeugte sich Christina Rau (siehe unteres Foto), die Frau unseres ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau, davon, dass die Straßenkinder hier die Chance für ein neues Leben bekommen.