Projekt GAMR (94608/AB/12) in Gravatá, Pernambuco
Gravatá ist eine Kleinstadt im Nordosten Brasilien. Die kleinen Lehmziegel-Häuschen in den Armenvierteln haben meist nur ein Zimmer. Mehrere Personen teilen sich eine Hängematte, gekocht wird auf einer offenen Feuerstelle. Zu essen gibt es nur trockenes Maniokmehl, Mais oder eine Wassersuppe mit ein paar Zuckerrohrstückchen – für mehr reicht das Geld nicht. Dadurch sind die Menschen unterernährt und werden oft krank. Viele Kinder sterben. Zahlreiche Mädchen und Jungen müssen arbeiten, damit ihre Familie über die Runden kommt. Für wenig Geld schuften sie auf Blumen-, Bohnen- oder Maisfeldern, als Wäscherin oder Putzhilfe.
80 Mädchen und Jungen zwischen sechs und 18 Jahren besuchen die Tagesstätte. Sie kommen aus armen Familien. Viele haben auf der Straße gelebt, haben Drogen genommen, um den Hunger und das Elend zu vergessen, und sind misshandelt worden. In der Tagesstätte finden sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zum Teil früher selbst Straßenkinder waren und die deshalb am besten wissen, was die Mädchen und Jungen brauchen.