In den Dörfern von Tacopaya im bolivianischen Hochland auf 3.500 bis 4.500 m Höhe ist in viele Familien mindestens ein Kind an der Chagas-Krankheit gestorben. Diese Krankheit wird durch den Biss einer Wanze übertragen, die "Vinchuca" heißt.
In den einfachen Hütten, die mit Lehm, Stroh und Schilfrohr abgedichtet sind, fühlen sich die gefährlichen Wanzen besonders wohl.
Jeden Tag überprüft Juanas Mutter ängstlich, ob ihre kleine Tochter schon die ersten Anzeichen der „Chagas-Krankheit" zeigt. Die Neunjährige fühlt sich schlapp, hat Kopfschmerzen und Fieber - und das sind typische Anzeichen für diese Krankheit. Einen Sohn hat die Familie schon verloren.
Verzweifelt sucht Juanas Mutter immer wieder das Strohdach und die Lehmwände des kleinen Häuschens nach den dunkelbraunen Insekten ab. Am liebsten würde sie ein neues Haus bauen, doch dafür hat die Familie kein Geld.