Offiziell leben 3.000 Straßenkinder in St. Petersburg. In Wahrheit sind es viel mehr. In der Innenstadt trifft man allerdings nur wenige an. Wegen eines Treffens von Politikern aus aller Welt haben die Behörden sie an den Stadtrand gedrängt. Dort ist es für sie noch schwerer zu überleben.
Dunkelheit liegt über dem großen vereisten Parkplatz neben der hell erleuchteten Metro-Station. Niemand ist in dieser Kälte unterwegs. Platz, Bürgersteige und auch der angrenzende Park sind leer.
Sozialarbeiter Alexej parkt den Bulli im Schutz der Bäume. Dann heißt es warten. Sobald der Motor ausgeschaltet ist, dringt die schneidende Kälte ins Wageninnere.
„Da kommen sie", sagt er plötzlich. Zwei Schatten huschen aus Richtung Metro-Station zum Wagen. Alexej und seine Kollegin Diana springen aus dem Wagen und reißen die Heckklappe auf.
Sekunden später schlittern weitere dunkle Gestalten über das Eis...
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