Die Mütter schließen sich zu Gruppen zusammen: Sie beraten gemeinsam, wie sie die Situation ihrer Familien verbessern können. Sie sparen Geld, das sie reihum an die einzelnen Frauen verleihen. Dadurch können sie Dinge kaufen, für die sie früher zu arm waren: ein Paar Schuhe für alle Kinder, Medikamente für den kranken Vater, Saatgut, um Gemüse anzubauen. Und ganz wichtig: Alle Kinder können zur Schule gehen und landen erst gar nicht in den Teppichwerkstätten.
Die Projektmitarbeiter wollen auch die Arbeitsbedingungen der Kinder, die bereits Teppiche knüpfen, verbessern: Sie sorgen dafür, dass die Werkstätten besser belüftet und dass Lampen angebracht werden.
Wenn die Kinder dann entlassen werden, weil sie zu alt sind, können sie im Projekt einfache Berufe lernen. So werden sie nicht arbeitslos. Gleichzeitig lernen die Dorfbewohner, wie sie Behörden und Politiker für ihre Anliegen interessieren und sie dazu bringen, etwas zu verändern.
Noch kann Kinderarbeit nicht einfach abgeschafft werden, denn dann könnten die Familien nicht überleben. Aber wenn alle mit anpacken und mithelfen, können auch die Mädchen und Jungen von Dharampur eines Tages Kind sein und müssen nicht mehr arbeiten.