In Somalia, Äthiopien und Kenia sind hunderttausende Menschen vom Hungertod bedroht. Die Kindernothilfe ist mit ihren Partnern in allen drei Ländern aktiv, um Nothilfe zu leisten.
An der Grenze zu Somalia bei Wajir ist die Dürre noch immer lebensbedrohlich. Knapp 22.000 Menschen versorgen wir dort mit Wasser, 4.500 Kinder unter fünf Jahren erhalten außerdem spezielle Nahrung, um sie vor Mangelernährung zu bewahren.
Ebenfalls kritisch ist die Lage im Samburu-Distrikt. Dort erreichen wir 7.200 Menschen mit Bohnen, Salz, Öl und spezieller Kindernahrung. Außerdem helfen unsere Partner den Menschen dort, aus verschmutztem Wasser Trinkwasser herzustellen.
In Zentral-Kenia wurde bereits ein längerfristiges „Food For Work"-Programm („Lebensmittel für Arbeit") gestartet: Die Bevölkerung legt Wasserauffangbecken an, um nach der nächsten Regenzeit besser für Dürrezeiten gerüstet zu sein. Als Gegenleistung für diese Arbeit erhalten rund 700 Haushalte mit über 1.500 Kindern Lebensmittel.
Damit die Ernährung der Menschen gesichert ist, planen wir an mehreren Orten die Verteilung von Saatgut, Versorgung mit Viehfutter, Aufforstung, Workshops für alternative Landwirtschafts- und Wasserspeicherungsmethoden und die Ausweitung einer Wasserpipeline. Außerdem sollen alte Wasserquellen wieder zum Leben erweckt werden.
In den südöstlichen Distrikten Girja und Sawena werden rund 13.000 Menschen mit Wasser und Nahrung versorgt, darunter 3.100 Kinder.
In Dolo Ado versorgt die Kindernothilfe rund 15.000 unterernährte Kinder außerhalb der Flüchtlingscamps mit Aufbaunahrung, denn auch die lokale Bevölkerung ist dort vom Hungertod bedroht. In Äthiopien sind die gleichen Arten der längerfristige Hilfe geplant wie in Kenia.
In Mogadischu fördert die Kindernothilfe vier Kinderzentren, in denen Kinder von Flüchtlingen z. B. Schutz, Essen, Unterricht und Spielmöglichkeiten erhalten. Vier weitere dieser Zentren sind in Planung.
Rund 3.200 weitere Flüchtlingen helfen unsere Partner durch das Aufstellen von Wassertanks in Schulen, Wasserlieferungen per Tankwagen sowie das Verteilen von Lebensmitteln, Wasserbehältern, Kochutensilien und Plastikplanen zum Bau von Notunterkünften.
Aufgrund der angespannten Sicherheitslage ist eine dauerhafte Arbeit der Kindernothilfe in Somalia im Moment noch nicht möglich. Die Kindernothilfe ist aber im Gespräch mit ihren Partnerorganisationen vor Ort, um herauszufinden, ob es nicht doch möglich ist, länger dort zu helfen.