Projekt 60871/AA/12
In Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba leben etwa 60.000 Kinder auf der Straße. Besonders dramatisch ist die Situation für Mädchen.
In Addis Abeba ist es für viele Frauen und Töchter normal, dass sie von Vätern und Ehemännern geschlagen werden. Wenn sie es zu Hause nicht mehr aushalten, flüchten Mädchen auf die Straße. Sie schlafen unter Plastikplanen auf dem Bürgersteig, an Bushaltestellen oder auf öffentlichen Plätzen.
Viele Mädchen werden ungewollt schwanger. In Addis leben bereits 10.000 junge Mütter, die eigentlich selbst noch Kinder sind, mit ihren Babys und Kleinkindern auf der Straße. Sie haben kein Dach über dem Kopf, können sich nie richtig satt essen, und kein Arzt kümmert sich um sie, wenn sie krank sind. Ihre Babys wachsen zwischen Asphalt und Beton, Autos, Lärm und Abgasen auf.
Gemeinsam mit ihrem Partner OPRIFS hat die Kindernothilfe in Addis Abeba ein Zentrum für Straßenmädchen eingerichtet. Rund 340 Mädchen leben vorübergehend in diesem Wohnheim. 220 Mädchen, die auf der Straße arbeiten, kommen tagsüber hierher.