Groß ist das Gedränge auf dem Vorplatz vom Kindernothilfe-Kinderzentrum Seneas in Port-au-Prince. 500 Väter, Mütter, Lehrer und Kinder sind gekommen, um die selbst gedrehten Filme der Kinder und Jugendlichen zu sehen. Der deutsche Verein GlobalEyes hat mit der Kindernothilfe zwei Workshops durchgeführt. Die Jungen und Mädchen lernten dabei, Filme zu drehen, vor der Kamera zu spielen und am Ende die Filme auch zu schneiden. Damit verarbeiten sie die schreckliche Erlebnisse, die sie während und nach dem Erdbeben am 12. Januar 2010 hatten.
Alles selbst gemacht!
Vier Experten von GlobalEyes TV haben den Kindern in zwei Wochen Bildführung, Regie und Schnitt-Technik beigebracht. "Die Kinder waren wirklich sehr kreativ", berichtet Bettina Kolb, Projektkoordinatorin von GlobalEyes. „Eine Gruppe aus Leogane hat einen Werbespot für Mangos gedreht, um haitianische Produkte zu vermarkten. Eine anderes Team hat ein Musikvideo erstellt und möchte diesen Film einem haitianischen Fernsehsender vorstellen."
Durch das Filmen haben die Kinder für sie wichtige Themen angesprochen und schlimme Situationen, die sie erlebt haben, aufgearbeitet. „Viele Kinder haben Szenen nachgestellt, die sie wirklich erlebt haben", so Bettina Kolb.
Zur Präsentation kam die ganze Nachbarschaft
Zu den Vorführungen am Ende des Workshops ist die ganze Gemeinde eingeladen. Stolz präsentieren die Kinder Lehrern, Verwandten und der Nachbarschaft ihre Filme.
14 Filme sind während des Workshops entstanden. Filme von 100 Kindern und Jugendlichen aus Haiti für die Welt. Hier einige Beispiele: