Der Cerro Rico ist ein kegelförmiger Berg in Bolivien. Hier, in 4.000 Metern Höhe, leben die beiden Brüder Basilio (14 Jahre) und Bernardino Vargas (12 Jahre) mit ihrer Familie. Die beiden Jungen schuften jeden Tag in einer alten Zinn- und Silbermine im Cerro Rico, weil ihre Familie ohne das Geld, das sie verdienen, nicht überleben könnte. Gemeinsam mit anderen Kindern und Erwachsenen arbeiten sie bis zu 500 Meter tief unter der Erde. In den Stollen ist es bis zu 40 Grad heiß. Die Menschen, die hier arbeiten, werden durchschnittlich nur 39 Jahre alt; viele Minenarbeiter sterben an einer Staublunge.
Über diese beiden Jungen wurde jetzt ein Film gedreht. Er hat bereits acht internationale Preise gewonnen. Richard Ladkani und Kief Davidson, die den Film gedreht haben, kamen zur Premiere des Films in ein Duisburger Kino.
Seit vier Jahren unterstützt die Kindernothilfe am Cerro Rico ein Zentrum für Minenkinder. Sie bekommen gesundes Essen, können zur Schule gehen und werden von einer Ärztin behandelt, wenn sie krank sind oder sich verletzt haben. In den nächsten Jahren will die Kindernothilfe erreichen, dass 800 Kinder nicht mehr in der Mine arbeiten müssen. Sie solleneine Arbeitsstelle bekommen, die nichtihr Leben oder ihre Gesundheit gefährdet.