Im Jahr 2000 verpflichteten sich 164 Länder, bis 2015 „Bildung für alle" zu ermöglichen. Die Globale Bildungskampagne (GCE), der auch die Kindernot-hilfe angehört, nutzte die Gelegenheit, um 178 Ländern ein Zeugnis auszustellen.
Die Kampagne bewertete mit „A" (sehr gut) bis „F" (ungenügend) , mit wie viel Geld die Regierungen die Grundbildung in Entwicklungsländern fördern. Deutschland schnitt dabei schlecht ab, es erhielt ein „D", also ein „ausreichend".
Deutschland gab 2006 nur 68 statt 532 Millionen Euro für diesen Zweck aus. „Alle sprechen von der Pisa-Studie und beobachten, wie sich die Lesefähigkeit der Schüler in Deutschland entwickelt. Dabei wird vergessen, wie schlecht die Situation in den armen Ländern ist. Nach wie vor können 72 Millionen Kinder noch nicht einmal die Grundschule besuchen. Es ist ein Trauerspiel, dass Deutschland sich nicht viel stärker für die Bildung in armen Ländern engagiert", so Jörn Kalinski, Sprecher der Globalen Bildungskampagne in Deutschland. weiter