(Fortsetzung) Seit 2002 ist alles anders: Durch die Bewässerung ernten die Bauern mehr: Statt 40 Kilo Reis ernten sie heute mindestens zweimal insgesamt mehrere hundert Kilo.
„Die Familien können jetzt von den Ernten von ihren Feldern und von der Milchwirtschaft leben. Wir haben die Abwanderung aus dem Projektgebiet gestoppt. Es gibt für alle sauberes Trinkwasser. Die Kindersterblichkeit ist deutlich gesunken, jedes Kind geht zur Grundschule", sagt Kiran Babu. In dem Dorf Navapura z. B. starben früher vier bis fünf Kleinkinder pro Jahr. Seit 2005 starb kein Kleinkind mehr an vermeidbaren Krankheiten.
Neben dem Bau der Bewässerungssysteme gibt es viele weitere Hilfen. In Selbsthilfegruppen sparen Frauen gemeinsam Geld, kauften davon Vieh. Nun haben sie Milch für ihre Kinder, verkaufen überschüssige Milch weiter und verdienen dadurch Geld. Zehn Kindergärten und fünf Schulzentren entstanden, die rund 600 Kinder betreuen.
Jetzt plant die Kindernothilfe ein ähnliches Projekt in Gujarat, von dem 20.000 Menschen, davon rund 6.000 Kinder und Jugendliche, profitieren werden.