Wegen der vielen Niederschläge: Aus dem Atlantischen Ozean verdunstet Wasser und bildet Wolken. Sie ziehen Richtung Anden (ein Gebirge, das sich von Nord nach Süd durch ganz Südamerika zieht) und regnen unterwegs über dem Regenwald ab. Der dichte Wald speichert die Feuchtigkeit wie ein Schwamm - nur ein kleiner Teil des Regens dringt bis zum Waldboden durch die Blätter. Durch die starke Sonneneinstrahlung verdunstet das meiste Wasser auf der Oberfläche der Blätter; dadurch entstehen neue Wolken, die weiterziehen.
Wo der Wald abgeholzt wird, fällt der Regen direkt auf den ungeschützten Boden und schwemmt ihn weg. Das Wasser wird nicht mehr gespeichert, kann also auch nicht mehr verdunsten und neue Wolken bilden. Das heißt, dass der Regen im Westen ausbleibt.