Tausende Kinder kämpfen weltweit in Kriegen und bewaffneten Auseinandersetzungen. Es sind Mädchen wie Jungen in Lateinamerika, Afrika und Asien, aber auch in Europa.
Die meisten Kindersoldaten gibt es in Afrika – nach Schätzungen der Vereinten Nationen über 100.000, vor allem in:
„Jedes Kind hat ein Recht auf Schutz vor kriegerischer Gewalt", heißt es in Artikel 38 der UN-Kinderrechtskonvention, die am 20. November 1989 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Fast alle Staaten der Welt haben sich verpflichtet, dieses Übereinkommen einzuhalten.
Ergänzt wurde dieser Vertrag am 25. Mai 2000 von der UN-Generalversammlung durch ein sogenanntes Zusatzprotokoll. Seit dem 12. Februar 2002 verbietet es Regierungen und bewaffneten Gruppierungen, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu rekrutieren und in kriegerischen Konflikten einzusetzen.
Allerdings dürfen Regierungsarmeen auch weiterhin bereits 16-Jährige als Freiwillige anwerben. Bis heute haben über 100 Staaten das Abkommen anerkannt.
Trotzdem werden Kinder immer noch als Soldaten eingesetzt, zum Beispiel in Ruanda, Uganda, Afghanistan, den Philippinen und Sri Lanka.
Die Kindernothilfe ist Mitglied im „Deutschen Bündnis Kindersoldaten" und engagiert sich gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Außerdem unterstützt sie Projekte für ehemalige Kindersoldaten. Das Bündnis hat 2004 die "Aktion Rote Hand" ins Leben gerufen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf der ganzen Welt haben seitdem über 300.000 Abdrücke roter Hände gesammelt, um gegen den Einsatz von Kindersoldaten zu protestieren.