Experten fürchten, dass während der WM Banden Kinder verschleppen und als Arbeiter verkaufen. Sally Mann, Direktorin des Kindernothilfe-Partners YfC meint dazu:
Straßenkinder aus dem ganzen Land werden in die WM-Städte kommen, um dort Arbeit und Abwechslung zu suchen. Das Schöne für sie ist: Sie treffen Menschen aus anderen Ländern und können mit ihnen zusammen Fußballbegeisterung erleben. Aber: Die Gefahr ist groß, dass viele von ihnen schutzlos in die Hände von Schlepperbanden und anderen Kriminellen geraten. Ein weiteres Problem ist, dass Schulkinder diesmal fünf statt wie sonst drei Wochen Ferien haben. Ihre Eltern bekommen nicht so viel Urlaub, dadurch bleiben viele Kinder sich selbst überlassen.
Wir bringen den Kindern bei, misstrauisch zu sein bei Leuten, die ihnen Versprechungen machen. Außerdem lernen sie, darüber zu reden, wenn sie gefährliche oder unangenehme Dinge erleben.
Keiner unserer Mitarbeiter darf während der WM Urlaub machen: Alle werden gebraucht, um den Kindern ein tolles Ferienprogramm zu bieten, damit sie nicht alleine auf der Straße herumhängen. Wir möchten auch Public-Viewing-Orte einrichten, wo sich Kinder und Familien die Fußballspiele anschauen können. Außerdem reden wir mit den Gemeinden, dass sie mithelfen, die Kinder zu schützen.