Der „ANC" (African National Congress, gegründet 1923) ist eine südafrikanische Partei; sie wollte die Rechte und die Interessen der Schwarzen und der Farbigen vertreten.
Zwei besondere Männer waren Mitglieder in der Partei: Nelson Mandela und Walter Sisulu. Walter Sisulu war von 1949 bis 1954 Generalsekretär des ANC. Er galt als Lehrer von Nelson Mandela in dessen Jugend.
1960 führte der Schwarze Robert Sobukwe in Sharpeville einen friedlichen Protestmarsch gegen die Passgesetze an. Die Polizei schoss auf die unbewaffneten Demonstranten und tötete 69 von ihnen.
Diese Tragödie ging als das Sharpeville Massaker in die Geschichte ein. Daraufhin verbot die südafrikanische Regierung den ANC und andere Anti-Apartheid-Gruppen. Die Partei hörte aber nicht auf zu existieren, sondern arbeitete jetzt im Untergrund weiter. Mandela, der bisher gegen Gewalt gewesen war, war jetzt bereit, auch mit Gewalt gegen die Apartheid zu kämpfen.
Als der ANC 1961 die bewaffnete Unter-Organisation Umkhonto We Sizwe (Speer der Nation), gründete, wurde Nelson Mandela ihr Anführer. Diese Organisation verübte in den folgenden Jahren u. a. Sabotageakte gegen die Stromversorgung und Telekommunikation, gegen militärische Einrichtungen und Polizeistationen.
Wegen der Beteiligung an Sabotage-Akten wurden Walter Sisulu, Nelson Mandela und sechs weitere Männer 1964 zu lebenslanger Haft verurteilt und auf die Zuchthausinsel Robben Island vor Kapstadt gebracht. Erst nach 25 Jahren, am 15. Oktober 1989, wurde Walter Sisulu aus der Haft entlassen. Nelson Mandela kam am 11. Februar 1990 frei. Den Befehl dazu gab Staatspräsident Frederik de Klerk. Gleichzeitig hob er das Verbot des ANC auf.
Walter Sisulu wurde 1991 stellvertretender Präsident des ANC. Er starb 2003 und wurde als erster nicht-weißer Südafrikaner mit einem besonderen offiziellen Staatsbegräbnis beerdigt