Die ersten Einwohner sind die Jäger-und-Sammler-Völker San und Khoikhoi. Sie leben 20.000 Jahre hier..
Irgendwann kommen kommen Bantu-Völker (schwarze Völker aus Zentralafrika) hierher. Sie sind Bauern und Hirten und vertreiben nach und nach die Ureinwohner.
1488 landet der erste Europäer auf südafrikanischem Boden: der portugiesische Seefahrer Bartolomeu Diaz.
1498 entdeckt der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama die Schiff-Fahrtsroute um Südafrika herum. Er geht in der Bucht der heutigen Stadt Durban an Land, und weil gerade Weihnachten ist, nennt er das Land „Terra do Natal“ – Weihnachtsland. Über die neue Route können jetzt zum Beispiel Gewürze aus Indien nach Europa transportiert werden.
1652 landet der Niederländer Jan van Riebeck in Südafrika. Er gründet eine Versorgungsstation, wo die Schiffe frisches Wasser, Gemüse und Fleisch an Bord nehmen können. Diese Station nennt er Kapstadt; sie ist die erste europäische Siedlung im Land. Immer mehr Europäer ziehen jetzt nach Südafrika.
1657 werden Sklaven aus Indien, Asien und anderen Teilen Afrikas ins Land gebracht, um für die Weißen zu arbeiten.
1779 ziehen weiße Siedler auf der Suche nach Weideland nach Osten; sie stoßen auf das Volk der Xhosa, das aus demselben Grund mit seinen Herden Richtung Süden wandert. Es kommt zukriegerischen Auseinandersetzungen.
1814 wird die Region am Kap der guten Hoffnung britische Kronkolonie: Sie gehört zu Großbritannien und wird von einem britischen Gouverneur verwaltet.
1834 schaffen die Briten die Sklaverei ab. 6.000 Buren verlassen das Land, da sie ohne Sklaven ihr riesiges Farmland nicht mehr bewirtschaften können. Die meisten Buren kommen ohnehin mit der britischen Übermacht nicht zurecht. Ihre Auswanderung geht als der „große Treck“ in die Geschichte ein. Die englisch und holländisch sprechenden Südafrikaner führen zweimal Krieg gegeneinander, die „Burenkriege“ genannt werden.
1886 wird am Witwatersrand Gold gefunden. Hier entsteht das größte Goldbergbaugebiet der Welt.
1910 werden die vier Provinzen Südafrikas zu einem eigenen Staat, der Südafrikanischen Union, vereint. Die schwarze Bevölkerung wird nicht in die Bildung des neuen Staates einbezogen und erhält keine politischen Rechte.
Ab 1911 werden die ersten rassendiskriminierenden Gesetze erlassen: Menschen, die keine weiße Hautfarbe haben, haben kaum noch Rechte und werden wie Personen zweiter Klasse behandelt. Sie dürfen zum Beispiel nicht in den selben Wohnvierteln wie Weiße leben.
1912 gründen schwarze Afrikaner die Partei "African National Congress" (ANC), in der sie gegen die diskriminierenden Gesetze kämpfen wollen. Auch Nelson Mandela gehört zu dieser Partei.
1948 gewinnt die Burenpartei "National Party" unter Dr. D.F. Malan die Wahlen. Von ihm stammt der Begriff "Apartheid". Er sorgt dafür, dass "nicht-weiße" Menschen jetzt noch weniger Rechte haben: Ehen zwischen Schwarzen und Weißen werden verboten, Schwarze dürfen nicht mehr dieselben Schulen besuchen wie Weiße, nicht mit Weißen im selben Bus fahren und nicht auf dieselben öffentlichen Toiletten gehen wie Weiße.
1961 wird die Republik Südafrika gegründet.
1962 wird Nelson Mandela, der bekannteste Kämpfer für die Rechte der Schwarzen, festgenommen. Er wird zuerst zum Tode und später zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach 27 Jahren wird er aus dem Gefängnis entlassen.
1991 hebt der damalige weiße Präsident Frederik de Klerk die Apartheidgesetze auf.
1993 erhält Präsident de Klerk gemeinsam mit Nelson Mandela den Friedensnobelpreis.
1994 finden die ersten demokratischen Wahlen statt. Nelson Mandela wird zum ersten schwarzen Präsident Südafrikas gewählt.
Seit 2009 ist Jacob Zuma Präsident.