Ruanda gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Daran ist zum Beispiel der Völkermord schuld: 1994 wurden rund eine Million Menschen ermordet, so dass überall vor allem gut ausgebildete Arbeitskräfte fehlten.
Außerdem ist der Preis für Kaffee, den Ruanda ans Ausland verkauft, in den letzten Jahren stark gesunken, und dadurch kommt weniger Geld als früher ins Land.
Ein weiterer Grund ist: In Ruanda ist es Sitte, dass ein Stück Land vom Vater an seine Söhne vererbt wird, die es unter sich aufteilen. Wenn sie dann selbst Söhne haben, wird ihr Land unter ihnen aufgeteilt - das heißt, die Fläche wird immer kleiner, weil sie immer wieder geteilt wird. Je kleiner der Acker, umso weniger können die Menschen natürlich dort anbauen und ernten.
77% der Einwohner - also 77 von jeweils 100 Menschen - müssen mit weniger als 1 Euro am Tag auskommen.
Zahl: Vereinte Nationen 2011