Kinderarbeit ist in den Philippinen gesetzlich verboten. Trotzdem arbeiten 12 von 100 Kindern* zwischen zehn und 14 Jahren, weil das Geld, das ihre Eltern verdienen, nicht für die Familie reicht.
Sie schuften z. B. auf Zuckerrohrplantagen, in Goldminen, Textil- oder Fischfabriken. Auf den Plantagen arbeiten Mädchen und Jungen täglich zehn Stunden, sechs Tage in der Woche – für weniger als 50 Cent am Tag. Die körperliche Arbeit ist viel zu schwer für die Kinder. Sie kommen mit hochgiftigen Pflanzenschutzmitteln in Berührung, die sie krank machen. Im Februar berichtete das philippinische Arbeitsministerium, dass es 76 Kinder befreit hat, die auf einer Zuckerrohrplantage arbeiteten.
Vierjährige Mädchen arbeiten in Fabriken, die Unterwäsche herstellen. Sie verdienen zwei Cent für ein Stück, das der Fabrikant für 2,90 Euro nach Europa verkauft.
Zahl: Vereinte Nationen 2009