Pakistan hat die UN-Kinderrechtskonvention unterschrieben. Sie verbietet, dass junge Menschen unter 18 Jahren arbeiten müssen. Das pakistanische Arbeitsgesetz verbietet aber nur Kindern unter 14 Jahren eine Beschäftigung in Fabriken oder gefährliche Arbeiten.
Die Zahl der arbeitenden Kinder in Pakistan steigt, obwohl weltweit die Zahl der Kinderarbeiter sinkt - das schreibt der pakistanische Kindernothilfe-Partner SPARC in seinem Bericht „Die Lage der pakistanischen Kinder 2010".
SPARC und andere Organisationen fordern die pakistanische Regierung auf, die Situation von Kinderarbeitern zu untersuchen.
Laut der letzten Untersuchung im Jahr 1996 mussten von 40 Millionen pakistanischen Kindern zwischen 5 und 14 Jahren 3,3 Millionen Vollzeit arbeiten.
Die Organisation „Koalition gegen Kinderarbeit in Pakistan" hat jedoch sogar 21 Millionen Kinderarbeiter gezählt!
SPARC verlangt auch, dass Kinderarbeit in fremden Haushalten verboten werden muss.
Mehr als die Hälfte aller Kinder, die in Haushalten angestellt sind (60%), arbeiten in Asien, 90% davon sind Mädchen.
Die Internationale Arbeitsagentur ILO sagt, dass in Pakistan in jedem 4. Haushalt Kinder arbeiten. Die Beschäftigung in privaten Haushalten wird dort überhaupt nicht als wirkliche Arbeit angesehen.
Kinder werden in Pakistan oft von ihren Eltern in reiche Haushalte gebracht und müssen dort schuften.
Oft werden sie von ihren Arbeitgebern geschlagen und misshandelt. Da es jedoch keine Verbote oder Gesetze dagegen gibt, kommen die Arbeitgeber meist ungestraft davon.
Quellen:
Kindernothilfe-Partner SPARC, aktivgegenkinderarbeit.de