Der pakistanische Staat konnte in den vergangenen Jahren immer mehr Kinder aus Terror-Camps befreien. Aber die die Gefahr ist immer noch groß, dass Mädchen und Jungen zu Selbstmord-Attentätern ausgebildet werden. Das stellt ein Kindernothilfe-Partner fest, der die Kinderrechte in Pakistan unter die Lupe genommen hat.
„Seit 2003 haben sich die Lebensbedingungen für Kinder kaum verbessert", stellt der Bericht fest. Die Familien vieler junger Menschen sind bitterarm, haben kein Geld für genügend Lebensmittel, für Schule oder Arztbesuch. Terroristen locken Kinder und Jugendliche mit der Aussicht auf ein besseres Leben in ihre Gruppen oder sie entführen sie, wenn sie nicht freiwillig mitgehen.
In Pakistan gibt es 20 Jahre nach Einführung der UN-Kinderrechtskonvention keine Gesetze, die Kinder wirklich schützen. Z.B. gelten Mädchen und Jungen schon mit sieben Jahren als erwachsen und können verurteilt werden.
In der Regierung gibt es Leute, die behaupteten, die Kinder in Pakistan würden wegen der "Armut, des heißen Klimas und scharf gewürzter Nahrung" schneller erwachsen!
Eine halbe Million Kinder unter fünf Jahren sterben in Pakistan jährlich an vermeidbaren Krankheiten.
Bis 2015 werden voraussichtlich 3,7 Millionen Kinder nie eine Schule besucht haben.
Und viel zu viele Mädchen und Jungen schuften immer noch unter extrem gefährlichen Bedingungen. 2009 haben die Politiker kein einziges Programm gegen Kinderarbeit gestartet. Deshalb kämpfen die Kindernothilfe-Partner in ihren Projekten gegen Armut und ausbeuterische Kinderarbeit.
(Juni 2010)