Am 26. Dezember 2004 gab es vor der Nordwestküste der indonesischen Insel Sumatra ein schweres Erdbeben der Stärke 9,0. Dieses Erdbeben verursachte eine gigantische Flutwelle, auch Tsunami genannt. Sie richtete in 14 Staaten rund um den indischen Ozean schreckliche Verwüstungen an. Dabei starben schätzungsweise 225.000 Menschen; etwa 1,7 Millionen Menschen wurden obdachlos.
In Indien wurden, so wird geschätzt, rund 16.300 Menschen getötet und 648.000 obdachlos; 3.874 Personen werden noch vermisst. Hilflos mußten viele Leute zusehen, wie ihre Freunde und Verwandten von den Wassermassen ins Meer gezogen wurden. Ganze Dörfer hat das Meer einfach mitgerissen.
Viele Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche stehen unter Schock und haben Angst vor dem Meer. Wenn der Wind das Meeresrauschen in die Dörfer weht, fangen Kinder an zu zittern. So mancher Fischer will nie wieder mit dem Boot hinausfahren. Diese Menschen brauchen psychologische Hilfe. Und ein neues Zuhause, Arbeit und Schulunterricht, um wieder zu einem normalen Alltag zurückfinden zu können.