Das ist eines der buntesten religiösen Feste in Indien. Dazu schmücken die Familien im Spätherbst ihre Häuser mit Kerzen und Lichtern. Besonders aus der Ferne und wenn es dunkel ist, sehen die hunderte von Lichtern schön aus. Das Wort "Diwali" kommt von "Deepawali", was so viel wie "Lichterschwarm" bedeutet. Das Lichterfest wird nicht nur in Indien, sondern von allen Hindus weltweit gefeiert.
Das Fest soll an die Erneuerung des Lebens erinnern. Dazu werfen die Menschen an diesem Tag alte Lampen weg und kaufen neue. Der Überlieferung nach sollen nämlich neue Lampen den Seelen der Toten helfen, ihren Weg zum Himmel zu finden.
An diesem Tag feiern die Hindus auch die Krönung des Prinzen Rama. Dieser war 14 Jahre lang verbannt und besiegte dann den Dämon Ravana: Das Gute besiegte also das Böse. Die Menschen zündeten Lichter an, um Rama zu preisen.
An Diwali wird auch die Göttin des Wohlstandes, Lakshmi, verehrt. Deshalb legen die Familien an diesem Tag ihr Sparbuch (sofern sie eins haben) vor ein Bild der Göttin und beten, dass es ihnen auch in Zukunft gut geht. Sie glauben, dass die Göttin nur Häuser besucht, die gut beleuchtet sind. Deshalb stellen sie viele Kerzen in die Fenster und schmücken die Wohnung mit Blumen und Papierketten.
Die Stufen zur Wohnung werden mit einem speziellen "Rangoli"-Motiv versehen, um die Hausbesucher willkommen zu heißen. Rangoli bedeutet 'farbenfrohes Muster'. Sogar die Straßen sind geschmückt. Die Kinder ziehen ihre besten Kleider an und waschen sich an diesem Tag besonders gut. Denn Reinheit ist bei den Hindus oberstes Gebot.
Es ist üblich, dass die Hindus vor dem Essen einen Tempel besuchen, lustig drauf sind und ihre Freunde und Verwandten aufsuchen. Manchmal trifft man seine Freunde auch im Tempel, wo es Musik, Gesang und Tanz gibt. Leckeres Essen und Süßigkeiten dürfen bei solch einem bunten Fest natürlich auch nicht fehlen.