Lalibela oder Neu-Jerusalem ist eine heilige Stadt und Wallfahrtsort in Äthiopien.
Abgelegen, auf 2.600 Meter Höhe, begannen vor über 800 Jahren unbekannte Handwerker, auf Geheiß eines christlichen Königs, elf mehrstöckige Kirchen in den roten Stein zu meißeln. Die Gebäude wurden aus einem einzigen Felsblock geformt. Wahrscheinlich wurde insgesamt 100 Jahre an der Anlage gebaut.
Engel sollen am Bau dieser Kirchen beteiligt gewesen sein, sagt eine ähtiopische Legende. Keiner konnte sich vorstellen, dass Menschen so etwas wie die Felsenkirchen von Lalibela schaffen konnten.
Heute zählen diese Kirchen, in denen immer noch Gottesdienste stattfinden, zum Weltkulturerbe der UNESCO. Diese Auszeichnung bekommen Bauwerke oder Naturschönheiten, die so einzigartig sind, dass sie vor dem Untergang bewahrt werden müssen. Zurzeit gehören 830 Denkmäler in 138 Staaten zum Weltkulturerbe.