Die meisten Menschen arbeiten in der Landwirtschaft – Industrie gibt es in Äthiopien nur wenig. Was sie anbauen, brauchen sie hauptsächlich für sich und ihre Familien: zum Beispiel Teff (eine Hirseart), Gerste, Weizen, Hirse, Mais, Ensete-Bananen und Hülsenfrüchte.
Mehr als die Hälfte aller (jeweils 53 von 100) Kinder zwischen 5 und 14 Jahren müssen ebenfalls arbeiten, weil das, was ihre Eltern verdienen, nicht für die ganze Familie ausreicht.*
Für den Bedarf im ganzen Land bauen sie in größerem Maß auch Baumwolle, Zuckerrohr, Getreide, Hülsenfrüchte, Tabak und Wein an. Ins Ausland verkaufen sie vor allem Kaffee, der zum größten Teil von wild wachsenden Sträuchern in den Wäldern im Südwesten des Landes gewonnen wird. Aber auch Schnittblumen wie z.B. Rosen werden nach Deutschland verkauft.
Immer wiederkehrende Dürreperioden führen dazu, dass auf den Feldern alles vertrocknet, die Ernten ausfallen und das Vieh stirbt. Die Folge sind schwere Hungerkatastrophen.
*Zahl: Vereinte Nationen 2013