Täglich sterben somalische Kinder auf der Flucht in eines der Lager in den Grenzgebieten Kenias und Äthiopiens. Und selbst wenn sie es lebend erreichen, sind sie oft so entkräftet, dass sie nicht mehr gerettet werden können. In den Lagern trifft man hauptsächlich Kinder und ihre Mütter. Viele Väter sind in ihrer Heimat geblieben, um vielleicht doch noch das Stück Land zu retten, das ihnen gehört, oder die letzten Kamele zu verkaufen, bevor sie verdursten.
Auch viele Menschen in den ländlichen Gebieten Kenias und Äthiopiens hungern - wieder einmal ist der Regen ausgefallen, und auf den Feldern ist alles vertrocknet, das Vieh ist verdurstet. Die Regierungen versuchen zu helfen, aber sie sind hoffnungslos überfordert.
Die Kindernothilfe und ihre Partner helfen in allen drei Ländern: Sie stellen Wassertanks in Flüchtlingslagern und Schulen auf, sie organisieren Tankwagen, die Wasser zu den Menschen bringen, sie verteilen Plastikplanen, damit die Flüchtlinge sich ein Zelt bauen können, sie geben den Leuten Lebensmittel und Kochgeschirr.
In Flüchtlingslagern in Mogadischu, der Hauptstadt Somalias, hat unser Partner vier Schutz-Zentren für Kinder aufgebaut.
Hier bekommen sie besondere Nahrung, um wieder zu Kräften zu kommen, Lehrer unterrichten sie, Mitarbeiter spielen mit ihnen, damit sie von der furchtbaren Not abgelenkt werden. Fachleute kümmern sich um diejenigen, die auf der Flücht Schreckliche erlebt haben und nicht darüber hinwegkommen.
