Rumsss. „Ääähh!" „Iiihh!" Josephine schreit, weil hinter dem Pinienzweig, den sie gerade mit weißer Farbe besprüht, ein Junge vom Himmel plumpst. Und Robinson schreit, weil Josephine ihm Farbe ins Gesichts sprüht.
"Was machst du hier eigentlich", fragt Robinson und zeigt auf den weiß lackierten Pinienzweig, der in einem Eimer mit Erde und Steinen steckt.
„Ich lasse es auf unseren Weihnachtsbaum schneien", erklärt das Mädchen. „Ein weißer Zweig als Weihnachtsbaum?"
„Wir können uns keinen richtigen Baum leisten. Deswegen haben meine Brüder einen Pinien-Zweig abgebrochen und ihn so geschnitten, dass er wie ein Baum aussieht!"
Josephine schneidet von einer Plastiktüte einen Streifen ab und knotet ihn an einem Zweig fest. „Du kannst die Tüte zerschneiden und ich dekoriere, okay?"
Robinson schnibbelt los und Josephine hängt Bilder von Maria und Josef, von Sternen und Glocken an die Zweige.
„Ich hab sie aus einer Zeitschrift ausgeschnitten hat, die ich auf der Straßel gefunden hab", erzählt sie. „Sieht doch cool aus, oder? Die Sprühflasche lag auch im Müll."
„Josephine, wir sind wieder da!" Eine Gruppe von Kindern kommt durch die Gasse gestürmt. „Ohhhhh!" Andächtig bewundern sie den Weihnachtsbaum. Dann starren sie den fremden Jungen an.
„Wer bist du denn?" „Ich bin Robiiiiaaa...." Genau in diesem Moment ruft das Zauberbuch Robinson zurück.